Zum Inhalt springen
← Auszeichnungen und Engagement

Plastic Fischer

Zuletzt geprüft:

Rund 80 Prozent des Plastiks im Meer kommt über Flüsse dorthin. Plastic Fischer setzt an dieser Stelle an: Sie holen es heraus, bevor es die Mündung erreicht. Wir unterstützen sie dabei.

Was Plastic Fischer macht

Plastic Fischer ist ein 2019 in Köln gegründetes Unternehmen. Es betreibt acht Standorte in Indien und Indonesien - unter anderem in Varanasi, Kanpur, Bengaluru, Mumbai und Bandung am Citarum, einem der am stärksten belasteten Flüsse der Welt.

Das Gerät dafür heißt TrashBoom: eine schwimmende Barriere aus handelsüblichen Kunststoffrohren mit einem starren Stahlgitter, das 50 Zentimeter unter die Oberfläche reicht. Bewusst ein Gitter und kein Netz, damit sich keine Fische verfangen - sie schwimmen darunter durch. Die Module lassen sich aneinander hängen und an jede Flussbreite anpassen.

Zwei Entscheidungen daran finden wir bemerkenswert. Erstens wird der TrashBoom vor Ort aus vor Ort verfügbaren Materialien gebaut - kein Import, keine Spezialteile. Zweitens ist die Bauanleitung frei verfügbar; das Unternehmen verkauft die Technik nicht, sondern verschenkt sie.

Was mit dem Plastik passiert

Plastic Fischer benennt selbst, was viele verschweigen würden:

Nur 5 % des nicht-organischen Materials, das wir sammeln, kann tatsächlich recycelt werden, weil das wertvolle Plastik bereits vom informellen Abfallsektor eingesammelt wird. Das meiste, was wir aus Flüssen fischen, ist Einwegplastik, das nie für einen Kreislauf gedacht war.

Das Gesammelte besteht etwa zur Hälfte aus Feuchtigkeit, zu einem Viertel aus Organischem - das zurück in den Fluss geht - und zu einem Viertel aus Nicht-Organischem. Was sich nicht recyceln lässt, geht in die Mitverbrennung in Zementwerken, wo es Kohle ersetzt. Plastic Fischer nennt das die bessere Alternative zur Deponie, nicht Recycling.

Genau diese Offenheit war für uns ausschlaggebend. Wer „nur 5 Prozent” sagt, obwohl „wir recyceln Flussplastik” sich besser verkaufen würde, meint es ernst.

Impact statt Greenwashing

Wir sind überzeugt von Wirkung, nicht von Versprechen. Es geht nicht darum, ein Gewissen zu erleichtern, sondern darum, dass Plastik aus dem Wasser kommt - und unsere Partnerschaft sorgt genau dafür.

Plastic Fischer sieht das genauso und sagt es deutlicher, als es die meisten tun:

Wir bieten keinerlei Ausgleichs- oder Kompensationsleistung an. Eine Partnerschaft mit uns bedeutet, außerhalb der eigenen Lieferkette etwas beizutragen - nicht, die Pflicht zur Reduktion des eigenen Fußabdrucks zu ersetzen.

Deshalb nennen wir uns nirgends „plastikneutral”. Was wir sagen können, ist konkreter: Ein Euro entspricht einem Kilogramm eingesammelten Flussplastiks, gemessen als Trockengewicht nach dem Sortieren. Eine Zahl, die man nachrechnen kann, statt eines Siegels, das nichts kostet.

Wie wir zusammenarbeiten

Plastic Fischer achtet auch in der Zusammenarbeit auf nachhaltige Arbeitsbedingungen - und hat sich aus diesem Grund für uns entschieden, als es um die Neugestaltung und Umsetzung des neuen Webauftritts ging.

Damit stehen wir auf beiden Seiten: Wir bauen die Seite, über die sie ihre Arbeit erklären und finanzieren, und wir unterstützen die Arbeit selbst.

Haben Sie Projektbedarf?

Tobias

Gespräch vereinbaren →