IT-Discovery und Kommunikationsplattform für eine Klinikgruppe
Bestandsaufnahme der IT-Landschaft einer Klinikgruppe mit 14.000 Mitarbeitenden, Ableitung der Handlungsfelder und Umsetzung einer KI-gestützten Plattform für die Kommunikation von Projektfortschritten.
Die Herausforderung
Eine Klinikgruppe mit 14.000 Mitarbeitenden an mehreren Standorten stand vor einer Positionierungsfrage. Die IT-Leitung musste im Management-Meeting belastbar sagen können, wo die IT steht, welche Handlungsfelder Priorität haben und woran sich Fortschritt messen lässt.
Das war nicht in erster Linie ein Sicherheitsthema. Es war ein Sichtbarkeitsproblem: In einer dezentralen Organisation laufen viele Projekte parallel, und ohne konsolidierte Übersicht bleibt der Beitrag der IT zum Geschäft eine Behauptung. Wer nicht zeigen kann, was läuft und was es bewirkt, verhandelt jedes Budget neu.
Unser Ansatz
Erst die Bestandsaufnahme. Wir haben die IT-Landschaft strukturiert erfasst, bewusst nicht-intrusiv: passive Quellen und einzelne, reguläre Anfragen, keine Scans, keine Schwachstellen-Ausnutzung, keine Lasterzeugung. In einer Umgebung mit klinischen Portalen und Patientendaten ist das keine Vorsichtsmaßnahme, sondern die Bedingung, unter der so eine Erhebung überhaupt stattfinden darf. Weil nichts erzwungen wurde, haben wir auch die Negativbefunde gegengeprüft: Wo eine Sorge bestand, die sich nicht bestätigte, steht das ausdrücklich im Ergebnis.
Dann die Ableitung. Aus den Befunden wurden Handlungsfelder, sortiert nach Aufwand und Wirkung statt nach Anzahl. Der zentrale Befund war eine Asymmetrie: Was von außen sichtbar ist, war überwiegend solide betrieben. Die Themen mit dem größten Hebel lagen dort, wo kein externer Blick hinreicht, nämlich in den internen Arbeitsweisen, in der Governance beim KI-Einsatz und in der Konsistenz über die dezentralen Standorte.
Dann die Plattform. Der größte unmittelbare Hebel war die Kommunikation selbst. Wir haben eine KI-gestützte interne Plattform gebaut, die den Stand der laufenden Projekte konsolidiert und für Management und Fachbereiche lesbar macht. Statt Statusfolien, die jemand vor jedem Termin manuell zusammenträgt, gibt es eine Übersicht mit definierten Kennzahlen, die den Beitrag der IT in Größen ausdrückt, die das Geschäft versteht: eingesparte Zeit, Zufriedenheit, Durchsatz, Zahl der produktiven Projekte.
Die Ergebnisse
Die Plattform ist im Einsatz und liefert die konsolidierte Sicht, die vorher jedes Mal neu erstellt wurde. Der Nutzen zeigt sich weniger im gesparten Aufwand als in der Verlässlichkeit: Zwei Termine berufen sich auf dieselben Zahlen.
Aus der Bestandsaufnahme sind die weiteren Handlungsfelder benannt und priorisiert, mit einer Begründung, die auch in einem Management-Meeting trägt. Der Unterschied zu einem Werkzeugbericht liegt genau dort: Nicht die Liste der Befunde ist das Ergebnis, sondern die Reihenfolge, in der sie sinnvoll abgearbeitet werden.
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Tobias
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