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Gesetzliche Krankenkasse | Gesundheitstechnologie

Versichertenplattform und Dokumentenstrecke für eine gesetzliche Krankenkasse

Digitale Antrags- und Beratungsstrecke für eine große gesetzliche Krankenkasse - inklusive normierter XML-Datenlieferung in die Bestandssysteme der Kasse.

Digitale Produkte KI & Automatisierung
entfällt
Medienbruch Antrag
normiert
Dokumenttypen
DSGVO-konform in DE
Betrieb

Die Herausforderung

Eine gesetzliche Krankenkasse mit mehreren Millionen Versicherten wollte Antrags- und Beratungsprozesse digitalisieren, die bis dahin über Papier, PDF-Formulare und Postversand liefen. Versicherte sollten Unterlagen online einreichen, Beratende sie strukturiert bearbeiten können.

Der schwierige Teil lag nicht im Frontend. Am Ende jeder Strecke steht die Übergabe in die Bestandssysteme der Kasse - und die akzeptieren nur eine exakt normierte XML-Struktur. Deren Dokumentation war an mehreren Stellen widersprüchlich, und die als Referenz gelieferten Beispieldateien unterschieden sich je Dokumenttyp in Feldanzahl und Benennung.

Der Ansatz

Erst die Schnittstelle klären, dann die Oberfläche bauen. Wir haben aus den abweichenden Referenzdateien eine harmonisierte Master-Struktur abgeleitet und sie zur verbindlichen Quelle für beide Seiten gemacht - Frontend und Backend übernehmen ihre Feldnamen von dort. Das hat eine Klasse von Fehlern beseitigt, die sonst erst bei der Übergabe an die Kasse aufgefallen wäre.

Feste und überschreibbare Felder getrennt. Bestimmte Werte identifizieren einen Vorgang gegenüber dem Bestandssystem - Quell-ID, Vorgangs-ID, Dokumentklasse, Adressquelle - und dürfen unter keinen Umständen aus dem Frontend überschrieben werden. Andere sind fachlich variabel. Diese Trennung ist im Datenmodell verankert und nicht in einer Konvention, an die sich alle halten sollen.

Whitelisting statt Rateverfahren. Erkannte Dokumenttypen werden explizit gemappt; alles andere läuft in einen definierten Sammeltyp, statt mit einem geratenen Wert in die Kasse zu wandern. Ein falsch klassifiziertes Dokument ist im Kassenkontext teurer als ein unklassifiziertes.

Plattform statt Einzelseite. Umgesetzt als Nuxt-Frontend auf einem Directus-Headless-Backend, erweitert um eigene Endpunkte, Hooks und Backend-Module für die Beratermappe. Redaktion und Fachbereich pflegen Inhalte selbst; Entwicklung fällt dort an, wo tatsächlich Neues entsteht.

Die Ergebnisse

Versicherte reichen Unterlagen digital ein, und die Daten kommen normiert und ohne manuelle Nacharbeit im Bestandssystem an. Der Medienbruch zwischen Antrag und Sachbearbeitung entfällt.

Für die Kasse zählt darüber hinaus die Nachvollziehbarkeit: Jeder Vorgang trägt seine Herkunft, seinen Kanal und seine Dokumentklasse mit - und zwar mit denselben Bezeichnungen, die das Bestandssystem verwendet. Betrieb und Datenhaltung erfolgen DSGVO-konform in Deutschland.

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Tobias

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