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Zero Trust

Ein Sicherheitsmodell, das jeden Zugriff einzeln prüft, statt Vertrauen aus der Lage im Netzwerk abzuleiten.

Das klassische Modell teilt die Welt in innen und außen: Wer es durch die Firewall geschafft hat, gilt als vertrauenswürdig. Dieses Modell ist mit verteilten Teams, Cloud-Diensten und Fremdgeräten nicht mehr haltbar - es gibt kein Innen mehr, und ein einziger übernommener Zugang öffnet in einem flachen Netz alles dahinter.

Zero Trust ersetzt die Ortsfrage durch die Identitätsfrage. Jeder Zugriff wird einzeln geprüft: Wer stellt die Anfrage, mit welchem Gerät, auf welche Ressource, und ist das in diesem Kontext plausibel? Ein Dienst, der die Kundendatenbank liest, weist sich dafür aus - unabhängig davon, in welchem Netz er läuft.

In der Umsetzung ist der schwierigste Teil selten die Technik, sondern das Rechtemodell darunter. Zero Trust zwingt zu der Frage, wer eigentlich was können muss - und diese Frage ist in gewachsenen Systemen oft nie sauber beantwortet worden. Der übliche Befund ist, dass Dienste und Menschen deutlich mehr dürfen als sie brauchen, einfach weil es zum Zeitpunkt der Einrichtung schneller ging.

Deshalb lohnt sich ein schrittweiser Weg: erst die Zugänge mit dem größten Schaden im Fehlerfall, dann die Fläche. Ein vollständiger Umbau auf einmal scheitert meistens am laufenden Betrieb - und ein Sicherheitsmodell, das die Arbeit blockiert, wird umgangen.

Die Leistung dahinter

Security & Infrastruktur