Astro
Ein Web-Framework, das Seiten standardmäßig ohne JavaScript ausliefert und Interaktivität nur dort einbaut, wo sie gebraucht wird.
Die meisten Websites sind überwiegend Text und Bilder mit ein paar interaktiven Stellen. Übliche Frameworks behandeln sie trotzdem als Anwendung und schicken das gesamte JavaScript mit - auch für Seiten, auf denen nichts passiert. Astro dreht die Voreinstellung um: Ausgeliefert wird HTML, und JavaScript nur für die Bereiche, die es wirklich brauchen.
Diese Bereiche heißen Islands. Ein Menü, das sich öffnet, oder ein Filter, der Inhalte umsortiert, wird als eigenständige Insel geladen, während der Rest der Seite statisches HTML bleibt. Das Ergebnis sind sehr kurze Ladezeiten - nicht durch Optimierung, sondern weil weniger ausgeliefert wird.
Praktisch angenehm ist, dass die Wahl der UI-Bibliothek offen bleibt: React, Vue oder Svelte lassen sich für einzelne Inseln nebeneinander verwenden. Für Teams, die aus verschiedenen Ökosystemen kommen, nimmt das einer Grundsatzdiskussion die Schärfe.
Die Grenze liegt dort, wo eine Anwendung überwiegend aus Interaktion besteht. Ein Dashboard mit durchgehend dynamischen Daten ist kein Fall für Astro - dafür sind Frameworks gedacht, die von einer laufenden Anwendung im Browser ausgehen. Für Marketing-Seiten, Dokumentation, Blogs und Shops mit vielen Inhaltsseiten ist die Rechnung dagegen klar.
Die Leistung dahinter
Digitale ProdukteWo der Begriff vorkommt